Wie ist die Stimmung?
Herr Kühn, Sie sind Geschäftsführer bei der GreenEnergyWorld GmbH, die Wind- und Solarparks vermarktet. Was motiviert Sie besonders?
GreenEnergyWorld ist in einer Branche tätig, die sich weltweit so dynamisch entwickelt, wie kaum eine andere. Wir sind ein noch junges Unternehmen, decken aber mit unseren Aktivitäten im Bereich der Windenergie schon jetzt eine Vielzahl Europäischer Märkte ab. Es ist gerade diese Kombination aus Internationalität und zukunftsweisender Technologie, die die tägliche Arbeit mit unseren Kunden so unglaublich spannend und motivierend gestaltet.
Im Firmenlogo der GreenEnergyWorld steht "connecting visions". Was bedeutet das?
Es hört sich vielleicht wie ein Werbeslogan an. Für uns ist es aber die Leitidee. Sowohl Investoren als auch Projektentwickler haben ihre individuellen Vorstellungen und Visionen von dem, was sie bei ihrer Arbeit und mit ihrem Unternehmen realisieren wollen. Als Vermittler müssen wir die speziellen Wünsche beider Seiten sehr gut kennen. Sonst könnten wir nicht europaweit Windparks vermarkten. Dabei helfen uns natürlich langjährige Erfahrungen, die wir mit Windparkprojekten gesammelt haben.
Und Ihre Vision?
Mit unserem Geschäft tragen wir mit zur Energiewende bei. Ich finde es faszinierend, was eine überzeugende Vision an Ideen und Energien bei unseren Mitarbeitern freisetzen kann. Dazu fällt mir Saint-Exupery ein, der einmal gesagt hat: "Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht
Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer."
Das hört sich ja sehr nach Segeln und Wind an. Konzentrieren Sie sich denn mehr auf Wind oder auf Solarparks?
Tatsächlich ist GreenEnergyWorld von der Firmengeschichte und vom Know How seiner Mitarbeiter mehr auf das Vermarkten von Windparks orientiert. Dennoch führen wir auch weiterhin größere Photovoltaikanlagen in ganz Europa im Angebot, wie man aus der Projektdatenbank ersehen kann. Wenn wir Projekt sagen, meinen wir übrigens alle Stadien; von der Entwicklung, über baugenehmigte oder schlüsselfertige Anlagen, bis hin zu denen im Betrieb. In den kommenden Jahren werden wir zudem besonders in Deutschland einen wachsenden Repowering-Markt vorfinden.
GreenEnergyWorld hat Ende 2008 ein bulgarisches Windparkprojekt an einen Investor vermarktet. Sie sprechen perfekt bulgarisch und haben vor Ort das Projekt bis zum Vertragsabschluss begleitet. Wie geht es weiter in Bulgarien und was haben Sie geplant?
Bulgarien befasst sich seit seinem EU-Beitritt intensiv mit der Förderung der erneuerbaren Energien. Abgesehen von Wasserkraft wurde Wind- und Solarenergie bisher kaum genutzt. Die besten windhöfigen Regionen liegen an der Schwarzmeerküste, aber auch in den Bergen. Unsere Erfahrungen in Bulgarien zeigen, dass die Genehmigungsverfahren weniger aufwändig sind, als in vielen anderen europäischen Ländern. Unsere Strategie ist es, die Präsenz auf den Windenergiemärkten in den neuen EU-Staaten, wie Polen und Bulgarien auszubauen. Nach dem Verkauf eines 12,6 MW Projektes erwarten wir im neuen Jahr auch dort weitere Vermarktungserfolge.
Herr Kühn, wie sehen Sie die Stimmung in der Windenergiebranche im Jahr 2009?
Optimistisch, denn die Zukunft gehört den Erneuerbaren, Finanzkrise hin oder her. In diesem Sinne wünsche ich allen unseren Kunden und Partnern ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2009.
MyEnergyWorld
Melden Sie sich an, um detaillierte Projekt- & Marktinformationen zu erhalten.

